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Geboren am 3. Dezember 1874 in Linares (Spanien) , wird er 1897 in Guadix zum Priester geweiht, wo er sich der Erziehung und Evangelisierung der „Höhlenbewohner“ - damals in der Mehrheit Zigeuner - widmet. Dort eröffnet er für bedürftige Jungen und Mädchen die „Schulen des Heiligsten Herzens Jesu“.

Ab 1906 wird er nach Covadonga versetzt, wo er sich vertieft in die Bedeutung der sozialen Funktion der Erziehung und – damit verbunden - die Notwendigkeit einer fundierten Ausbildung der Lehrer, wobei diese ihren Auftrag aus einem tiefen Glauben und in Verantwortung erfüllen sollen. Er ist sich der Bedeutung der Frauenbildung bewusst und des gewaltigen Einflusses, den gerade Frauen auf eine Gesellschaft haben, in die sie vollständig integriert werden müssen.

Er gründet daher 1911 in Oviedo die erste „teresianische Akademie“. Von dieser Zeit wird er später sagen: „Das Ideal meines Lebens wurde im Schauen auf die „Santina“ geboren und festigte sich dort.“ Im Jahre 1913 kehrt Poveda nach Andalusien zurück, um das Werk der „Akademien“ voranzutreiben und lernt Josefa Segovia, seine wichtigste Mitarbeiterin, kennen. Dort findet 1917 die erste offizielle Approbation der Institution Teresiana als „pia unio“ von Gläubigen und bürgerliche Vereinigung statt.

1921 verlegt Poveda seinen Wohnsitz nach Madrid, um weiterhin die Gestaltung der Institution fördernd zu begleiten, mit dem sie kennzeichnenden Engagement für die christliche, menschliche und berufliche Bildung und Ausbildung ihrer Mitglieder, die zum Großteil inmitten der staatlichen Strukturen tätig sind. 1924 erhält Pedro Poveda die Nachricht von der Approbation der Institution Teresiana „auf ewig“.

In den unmittelbar vor dem Spanischen Bürgerkrieg liegenden Jahren ist Poveda von dem Wunsch beseelt, den Glauben bis zur Hingabe des eigenen Lebens zu verkünden, wobei er immer wieder auf der Notwendigkeit der Gewaltlosigkeit, des Gebets und des persönlichen Zeugnisses beharrt.

Am 27. Juli 1936, unmittelbar nach der Feier der Eucharistie, wird Poveda in seiner Wohnung festgenommen. Er fügt sich der Verhaftung mit den Worten: „Ich bin Priester Christi“. Am darauf folgenden Morgen findet man seinen Leichnam mit den offenkundigen Malen des Martyriums in einem Madrider Friedhof.

Papst Johannes Paul II. nimmt Poveda am 10. Oktober 1993 in die Schar der Seligen auf und spricht ihn am 4. Mai 2003 heilig.

„Die Männer und Frauen Gottes sind unverwechselbar“, hatte er Jahre zuvor gesagt.